Unser bereits traditioneller Ostermarsch am Ostermontag, 6. April 2026 fand bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen unter dem Motto „Kein Deal mit unserer Zukunft! Politik für Mensch, Natur und Würde im Wörnitzgrund!“ statt und wurde erneut zu einem deutlichen Signal des Widerstands gegen das InterFranken-Projekt, das immer mehr Bürger als kostspieliges und naturzerstörendes Flächenvernichtungsprojekt begreifen. Für das Bürgerforum Wörnitztal mit Zukunft – Allianz für eine lebenswerte Heimat e.V. war die Veranstaltung nicht nur ein Erfolg, sondern auch ein sichtbares Zeichen anhaltender Kritik.
Unter der Regie von Martin Strauß und Karl Lehr sowie mit der Unterstützung engagierter Bürgerforumsmitglieder wurde das umstrittene Projekt InterFranken eindrucksvoll und bewusst provokativ ins Bild gesetzt: Eine mit großen Geldscheinen gespickte Wäschespinne, aufgebaut auf dem Hof des Gemeinschaftshauses Breitenau, symbolisierte die fortlaufende Verschwendung öffentlicher Mittel. Ein Banner machte unmissverständlich klar, dass bereits 11 Millionen Euro durch den „IF-Wirbelsturm“ verpufft sind – Gelder, die in Zeiten knapper kommunaler Kassen dringend anderswo benötigt würden. Die Installation, ergänzt durch gescheiterte Teilprojekte und überragt vom kreisenden Pleitegeier, verdeutlichte die wachsende Sorge vieler Bürger vor einem finanziellen und ökologischen Fiasko, das die Region langfristig belasten könnte.
Die rund 150 Teilnehmer des Ostermarsches, darunter als prominente Gastrednerin Barbara Metz von der Deutschen Umwelthilfe sowie der Grünen Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig, wurden vom 1. Vorsitzenden Gerhard Binder begrüßt. In seiner Ansprache machte er deutlich, dass die Bevölkerung längst zur Kasse gebeten wird: Rechnerisch habe jeder Einwohner der beteiligten Kommunen, vom Baby bis zum Senior, bereits etwa 500 Euro für InterFranken aufgebracht. Angesichts dieser Zahlen äußerte Gerhard Binder die Erwartung, dass die anstehenden personellen Veränderungen in den Rathäusern und im Landratsamt endlich zu einem politischen Umdenken führen könnten. Insbesondere setzt er Hoffnungen in den neuen Feuchtwanger Bürgermeister Dr. Ulrich Grünwald, der angekündigt hatte, das Projekt kritisch zu prüfen und bei ausbleibendem Erfolg konsequent zu beenden.
Der anschließende Marsch führte durch Breitenau und die umliegende Landschaft südlich des Dorfes bis zu einem Aussichtspunkt mit direktem Blick auf das angedachte InterFranken-Gebiet. Dort wurde für viele Teilnehmer noch einmal greifbar, welche Dimensionen die geplante Flächeninanspruchnahme hat: wertvolle Natur- und Kulturlandschaft, die durch Infrastruktur, Verkehrsanbindung und großflächige Versiegelung dauerhaft verändert oder zerstört würde. Gerhard Binder erläuterte vor Ort die konkreten Eingriffe und machte deutlich, dass es hier nicht nur um ein Projekt, sondern um die Zukunft ganzer Landschaftsräume geht.
Zurück im frühlingshaft geschmückten Gemeinschaftshaus stärkten sich die Teilnehmer, während Martin Stümpfig in seinem Grußwort ein klares Plädoyer für den Ausstieg aus dem Projekt hielt – nicht nur aus finanzieller, sondern auch aus ökologischer Verantwortung. Den zentralen inhaltlichen Impuls lieferte Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe. In ihrer eindringlichen Rede stellte sie die massive Flächenversiegelung und den fortschreitenden Flächenverbrauch in den Mittelpunkt – Aspekte, die InterFranken aus ihrer Sicht zu einem Paradebeispiel verfehlter Strukturpolitik machen. Ihre Kritik traf den Nerv des Publikums und wurde mit langanhaltendem Applaus aufgenommen.
Auch die anschließenden Fragen aus dem Publikum zeigten ein klares Stimmungsbild: Die Zweifel am Nutzen des Projekts wachsen, während die Forderungen nach einem sofortigen Stopp immer lauter werden. Für viele Teilnehmer steht fest, dass InterFranken weder wirtschaftlich noch ökologisch tragfähig ist.
Ein intensiver Austausch und zahlreiche Gespräche unter den Teilnehmern rundeten die Veranstaltung ab, getragen von der gemeinsamen Überzeugung, dass es Zeit ist, die fortschreitende Flächenvernichtung zu stoppen und politische Entscheidungen stärker an den Interessen von Mensch, Natur und regionaler Zukunft auszurichten.






















